Walter Zimmermann Shadows of Cold Mountain 5 (1997)

Walter Zimmermann Shadows of Cold Mountain 5 (1997)
Das Stück übersetzt die gestisch-kalligraphischen Liniengeflechte von Brice Marden in KIang. Was dort freiheitlicher Ausdruck einer losen, weiten und schweifenden Linienfolge ist, wird hier zum Grenzgang. Flöte, Oboe und Klarinette sind nicht für Grenzenloses gebaut, jede Freiheit kommt in Konflikt mit der Mechanik. Die schweifende Linie kostet Kraft. (So weit können Malerei und Musik auseinander liegen.) Jedoch treffen sich Farb- und Tonwelt, jenseits dieser physischen Anstrengung, in mannigfaltigen Verbindungen auf der Ebene „sekundärer Klangprozesse“ von Interferenz- und Differenztönen. Die primäre Gestik des Malens wird erst auf einer zweiten Klangebene wahrnehmbar. (Walter Zimmermann)
Walter Zimmermann
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